BoundCon

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Matthias T. J. Grimme bei einer Bondage-Vorführung auf der BoundCon 2015

Die BoundCon ist eine jährliche Veranstaltung für die BDSM-, Fessel- und Fetisch-Szene in München. Die Kombination aus Messe, Show und Workshops findet seit 2004 über drei Tage an einem Wochenende im Mai statt und zieht jeweils rund 5'000 Besucher an.[1] Nach Presseberichten handelt es sich um die größte Veranstaltung ihrer Art in Europa.[2][3]

Entwicklung

Als Vorbilder der heutigen BoundCon in München gelten ähnliche Veranstaltungen in den USA, die zwischen 2000 und 2004 in Tampa, Florida, sowie unter dem Namen BondCon in New York City und Las Vegas stattgefunden haben.[4] Der Gründer der Münchner Messe hatte die Veranstaltungen in Las Vegas besucht[5] und fügte dem Namen zur Unterscheidung ein „u“ hinzu.[2] Die erste Messe in München fand im Juni 2004 in der Kleinen Olympiahalle statt.[6] Bis 2007 war die Kultfabrik, seit 2008 ist die Zenith-Halle in Freimann der Ausstellungsort.[1]

Seit 2016 wird zusätzlich im Herbst eine kleinere Veranstaltung unter dem Namen „BoundOne“ angeboten.[7]

Programm und Inhalte

Das Konzept setzt auf eine Kombination aus Messeständen mit Sexspielzeug und Fetisch-Bekleidung, öffentlichen Vorführungen, speziell für Fotografen inszenierte Vorführungen im VIP-Bereich und Workshops. Sowohl als Models wie als Rigger werden Szenegrößen aus Europa und Nordamerika eingeladen. Zu den regelmäßigen Performern gehört Matthias T. J. Grimme.[8] Besucher können in Alltagskleidung oder Fetisch-Outfit kommen, gegenüber herkömmlichen Erotikmessen wird die Atmosphäre als "viel angenehmer" bezeichnet. "Keine geifernden Typen, niemand versucht, einen anzugrapschen."[3] Schon seit der ersten Messe findet jeweils am Samstag Abend eine BDSM-Play-Party statt.

Die Boundcon ist teils Verkaufsmesse, teils Szene-Treffpunkt. Die Schlagzeilen sind dort ebenso vertreten wie der Joyclub, so dass sich eine Schnittstelle zwischen verschiedenen Szene zusammenfindet.

Auf mehreren Bühnen werden ausserdem über die Tage verteilt zahlreiche Performances von internationalen Gästen und Performern gezeigt. Die kleineren Bühnen können zwischen diesen Performances teilweise durch das Publikum genutzt werden.

Ein Programmpunkt sind die Escape-Challenges, bei denen es darum geht, innerhalb einer bestimmten Zeit eine Fesselung anzulegen, aus der das Modell dann ebenfalls innerhalb einer gewissen Zeit versucht, sich zu befreien.

Die Boundcon richtet sich nicht nur an Publikum, das ein Interesse an Shibari hat, sondern bietet der Bondage- und BSDM-Szene im Ganzen eine Plattform.

In Zusammenarbeit mit Sub Rosa Dictum findet samstags Abend die etablierte Sub Rosa Dictum Party im Kesselhaus statt. Dort wird auch regelmässig der Rigger-Jam organisiert, eine offene Bühne, auf der während des ganzen Abends gefesselt wird. Hier stehen weniger die Performances engagierter KünstlerInnen im Vordergrund als die Fessel-Begegnungen engagierter Amateure.

Weblinks

Einzelnachweise